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Dialektik der Demokratie. Grundlegung einer materialistischen Demokratietheorie

3. Juli, 19:00 - 21:00

Summer Lectures

Vortrag und Diskussion mit Felix Sassmannshausen

Die Rede von einer Krise der Demokratie ist allgegenwärtig. Doch selten wird nach den gesellschaftstheoretischen Bedingungen dieser Krise gefragt. Hierzu muss der Blick auf die spezifische Qualität moderner Herrschaft gerichtet werden. Ausgehend von der materialistischen Rechts- und Staatstheorie Franz L. Neumanns (1900-1954) lässt sich von einem Doppelcharakter dieser Herrschaft sprechen, der im Staat negativ aufgehoben ist. Darin wirkt der Widerspruch zwischen Gewalt und Gesetz, der in den Grundkategorien der kapitalistischen Produktionsweise enthalten ist: Privateigentum an Produktionsmitteln, Äquivalententausch und Mehrwert.

Mit Blick auf diesen grundlegenden Widerspruch ist in Anlehnung an Sonja Buckel von einer Dialektik moderner Herrschaft im allgemeinen und von einer Dialektik der Demokratie im Besonderen zu sprechen. Danach droht in den periodischen und fundamentalen Krisen der kapitalistischen Produktionsweise ein Umschlag von Gesetz in Gewalt. Die ökonomischen Verwerfungen bilden, so die abschließende These des Vortrages, eine materielle Grundlage dessen, was heute als Krise der Demokratie in Erscheinung tritt.

Im Vortrag werden diese vier Punkte, Doppelcharakter moderner Herrschaft, negative Aufhebung dieses Doppelcharakters im Staat, Widerspruch zwischen Gewalt und Gesetz und Dialektik der Demokratie, theoretisch er- und begründet.

Felix Sassmannshausen ist Politikwissenschaftler aus Leipzig und hat zur politischen Theorie Franz L. Neumanns promoviert.

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Datum:
3. Juli
Zeit:
19:00 - 21:00
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