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Die Burschenschaft: Sexualisierter Antisemitismus und deutsche Männlichkeit (Veronika Kracher)

23. Oktober, 19:00

Dienstag, 23. Oktober, 19 Uhr, VG 1.103

Nach wie vor ist der Männerbund (vor allem der schlagenden) Burschenschaft durch Elitedenken, Korpsgeist, die Abwertung des Weiblichen, Rassismus, Autoritätsgläubigkeit und Antisemitismus geprägt. Historisch gesehen spielen in der Ideologie der Studentenverbindung, die ihre einst demokratischen und freiheitlichen Wurzeln bereits zum Wartburgfest 1817 den gleichen Flammen übergaben, denen man damals schon die Werke jüdischer Schriftsteller_innen übergab, eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung des modernen deutschen Nationalstaates, als auch damit einhergehend der ihm innewohnenden antisemitischen Ideologie, als auch einer spezifisch deutschen Vorstellung von Geschlechtlichkeit. Die Referentin analysiert in ihrem Vortrag die historische Entstehung von Burschenschaften, setzt sich auf sozialpsychologische Art und Weise mit dem Männerbund und der ihm inhärenten Ablehnung des weiblichen auseinander und erläutert, wieso das Bild einer spezifisch deutschen Männlichkeit als solches von Grund auf antisemitisch konnotiert ist.

Veronika Kracher ist Journalistin und schreibt für konkret, Jungle World und taz. 

Details

Datum:
23. Oktober
Zeit:
19:00
Veranstaltungkategorie:

Veranstalter

FSR SoWi

Veranstaltungsort

VG 1.103
Platz der Göttinger Sieben 7
Göttingen, 37073 Deutschland
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Website:
https://lageplan.uni-goettingen.de/?ident=5361_1_1.OG_1.103