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Elaborierter Antisemitismus – gebildete AntisemitInnen? (Dana Ionescu)

16. Januar 2017, 19:00

Vortrag und Diskussion mit Dana Ionescu

Wie kommt die Annahme zustande, dass Gebildete weniger antisemitisch seien?

Der Vortrag gibt einen Einblick, wie antisemitisches Denken, Fühlen und Handeln mit dem Bildungsgrad zusammenhängen und wie und ob gebildete Menschen antisemitisch sind. Bedeutende geschichtswissenschaftliche Studien betonen, dass der Antisemitismus im deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik von gebildeten Menschen und vom Bildungsbürgertum ausging und in ihm sehr weit verbreitet war. Zugleich jedoch herrscht gegenwärtig sowohl im gesellschaftspolitischen wie wissenschaftlichen Kontext die Annahme, dass gebildete Menschen per se weniger antisemitisch seien. Nicht nur dieses Spannungsverhältnis macht deutlich, dass eine Antisemitismusforschung gesellschaftliche Verhältnisse mitdenken muss.

Dana Ionescu ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft an der Uni Göttingen. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Antisemitismusforschung, Vorurteilsforschung, Feministische Theorien und Demokratietheorien.

Details

Datum:
16. Januar 2017
Zeit:
19:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

FSR SoWi
DIG Hochschulgruppe Göttingen

Veranstaltungsort

ZHG 006
Platz der Göttinger Sieben 5
Göttingen, 37073 Deutschland
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Webseite:
http://www.geodata.uni-goettingen.de/lageplan/?ident=5257_1_EG_0.154