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Foucaults Verrat an der Aufklärung (Florian Ruttner)

12. Juni 2014, 19:30 - 21:30

Mit Florian Ruttner

In den letzten 20 Jahren haben sich die Schriften Michel Foucaults an den Universitäten, zumindest an den gesellschafts- und geisteswissenschaftlichen Fakultäten, als kanonisierte Klassiker etabliert, gerade in sich als gesellschaftskritisch verstehenden Kreisen. Einer der Hauptgründe für die Begeisterung für seine Schriften in diesen Zirkeln besteht darin, dass Foucault einerseits als ein Vertreter einer kritischen Theorie angesehen wird, der aber andererseits und anders als die Kritische Theorie Horkheimers und Adornos für die politische Praxis und soziale Bewegungen offener gewesen und dessen Theorie auch zur Konstituierung und Radikalisierung solcher Bewegungen brauchbar sei.
In dem Vortrag soll aufgezeigt werden, dass für diese Praxisnähe Foucaults der Begriff des Mythos von zentraler Bedeutung ist, und warum Foucaults Denken keine Kritik an der Aufklärung ist, sondern ein Abwenden von dieser. Es soll thematisiert werden, in welche problematische Tradition sich Foucault damit stellt und warum deshalb auch seine Begeisterung für die islamische Revolution in Iran mehr war als nur eine einfache politische Fehleinschätzung.

 

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Widerständige Sozialwissenschaften? Zum Verhältnis von Kritischer Theorie und Universität.

 

Details

Datum:
12. Juni 2014
Zeit:
19:30 - 21:30
Veranstaltungkategorien:
,

Veranstalter

FSR SoWi

Veranstaltungsort

ZHG 005
Platz der Göttinger Sieben 5
Göttingen, 37073 Deutschland
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Website:
http://www.geodata.uni-goettingen.de/lageplan/?ident=5257_1_EG_0.155