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Kundgebung: Gegen das Vergessen – Solidarität mit Israel

30. November 2016, 17:30

Nach unserer erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit haben wir erreicht, dass die umstrittene “Nakba”-Ausstellung zumindest vorerst nicht in den Räumlichkeiten der Georg-August-Universität Göttingen gezeigt wird. Das Präsidium der Universität hat nun eine wissenschaftliche Begutachtung der Ausstellung in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse entscheiden, ob sie in Zukunft an der Universität gezeigt werden kann.

Wir begrüßen, dass die Ausstellung zunächst abgesagt wurde. Durch unsere Kritik konnten wir aufzeigen, dass die Ausstellung jeden wissenschaftlichen Anspruch vermissen lässt und eine mindestens tendenziöse Sicht auf die Geschichte des Nahen Ostens wirft. Deshalbfordern wir nach wie vor die dauerhafte Absage der Ausstellung. Eine Verschiebung auf das Sommersemester, nur um dem momentan herrschenden öffentlichen Druck zu entgehen, erscheint uns als überaus schlechte Lösung.

So wird die Ausstellung nun in den privaten Räumlichkeiten der Galerie “Alte Feuerwache” am 30. November eröffnet und in den kommenden Wochen gezeigt. Wir finden die Tatsache, dass die Eröffnung gerade am Gedenktag der Vertreibung der Juden aus den arabischen Ländern stattfindet, äußerst erschreckend und werden deshalb die Eröffnung der Ausstellung mit unserer Kundgebung „Gegen das Vergessen – Solidarität mit Israel“ kritisch begleiten.

Damit wollen wir der Geschichtsverfälschung der Ausstellung entgegentreten und zeigen, dass wir eine so einseitige und antiisraelische Sichtweise auf den Nahostkonflikt nicht unwidersprochen lassen. Es wird zahlreiche Redebeiträge geben und so versucht, den Besuchern der Alten Feuerwache zumindest die Möglichkeit zu geben, sich ein differenzierteres Bild der Thematik zu machen. Zusätzlich werden wir anschließend um 19 Uhr eine Veranstaltung zur Würdigung des Gedenktages in Kooperation mit der Botschaft des Staates Israel im ZHG 104 organisieren. Hierzu wird Gesandter-Botschaftsrat Rogel Rachman ein Grußwort halten. Weiterhin zeigen wir den Film “The Silent Exodus” von Pierre Rehov, der sich mit der Thematik der Vertreibung der Jüdinnen und Juden aus arabischen Ländern beschäftigt und von Dr. Kay Schweigmann-Greve von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hannover begleitet wird.

Auch wenn ein Teil unserer Kritik anscheinend gehört wurde, bleibt die Veranstaltungsreihe „Naher Osten – Ferner Frieden?“, welche die Ausstellung einrahmt, insgesamt problematisch. Wie bereits in unserem offenen Brief (fsr-sowi.de/184) dargestellt, verfolgen auch viele der Vorträge und Filme eine in ihrem Kern antiisraelische Stoßrichtung, die dazu beiträgt den jüdischen Staat zu delegitimieren und den antisemitischen Terror der Hamas als legitimen Widerstand zu verharmlosen. Deswegen rufen wir dazu auf, sich zu informieren und sich mit Israel zu solidarisieren.

Gegen jeden Antisemitismus!

Details

Datum:
30. November 2016
Zeit:
17:30
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

FSR SoWi
DIG Hochschulgruppe Göttingen
Association Progrès

Veranstaltungsort

Ritterplan 4
Ritterplan 4
Göttingen, 37073 Deutschland
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