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Rechtspopulismus und ostdeutsche Mentalitätslagerungen

9. Januar 2020, 19:00

mit Felix Schilk

In den Debatten über den Erfolg der AfD in den Neuen Bundesländern gibt es konkurrierende Erzählungen, die eine spezifisch ostdeutsche Mentalität konstruieren und auf soziale Anerkennungsdefizite reagieren. Mal gilt der Osten der Republik im Sinne bundesdeutscher Selbstvergewisserung als „rechter Schandfleck“, was zugleich wütende Abwehr nach sich zieht. Mal wird mit Verweis auf die einschneidenden Transformationsprozesse für mehr Empathie und Anerkennung der biografischen Erfahrungen der Ostdeutschen geworben und eine gesamtdeutsche Aufarbeitung des Vereinigungsprozesses gefordert. Aktuell werden Stimmen lauter, die besondere Sozialstruktur der Neuen Bundesländer stärker als bisher in Rechnung zu stellen und Ostdeutschland als „Verdichtungsraum für auch andernorts zu beobachtende Verwerfungen“ (Steffen Mau) ernstzunehmen. Der Vortrag nimmt einen kritischen Blick auf die Ursachen dieser Verwerfungen und ihre jahrzehntelange Verstärkung durch politische Akteure in den Neuen Bundesländern ein. Warum sind es gerade die postsozialistischen Bundesländer, in denen der Rechtspopulismus so erfolgreich ist und wieso wird die Kritik daran von einem Großteil der Bevölkerung so aggressiv und schroff zurückgewiesen?

Veranstalter

FSR SoWi

Veranstaltungsort

ZHG 002
Platz der Göttinger Sieben 5
Göttingen, 37073 Deutschland
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Website:
http://www.geodata.uni-goettingen.de/lageplan/?ident=5257_1_EG_0.160