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Vergangene Veranstaltungen › 2018: Antisemitismus in der Gegenwart

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Juni 2018

Iran – Israel – Deutschland. Antisemitismus, Außenhandel und Atomprogramm (Stephan Grigat)

27. Juni 2018, 18:00
ZHG 006, Platz der Göttinger Sieben 5
Göttingen, 37073 Deutschland
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Der heutige Iran, Israel und Deutschland sind auf eine merkwürdige Weise miteinander verbunden. Eine entscheidende Rolle spielen dabei Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus. Dieser Band, dessen Beiträge auf einer Konferenz beruhen, die Anfang 2017 in Berlin stattgefunden hat, erhebt Einspruch gegen die gängige Darstellung des iranischen Regimes und fragt nach den besonderen Beziehungen, die Deutschland als „Rechtsnachfolger des Dritten Reiches“ zur antisemitischen Diktatur im Iran einerseits und zum jüdischen Staat andererseits unterhält. Das Regime der Ajatollahs wird ebenso vor dem…

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Antisemitismus 2.0 – Israelbezogener Antisemitismus als aktuelle Manifestation der verbalen Judenfeindschaft (Rocío Rocha)

21. Juni 2018, 19:00
ZHG 104, Platz der Göttinger Sieben 5
Göttingen, 37073 Deutschland
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Zunehmender Verbal-Antisemitismus wird in aktuellen öffentlichen Debatten immer sichtbarer. Insbesondere im Internet wird kontinuierlich judenfeindliches Gedankengut reproduziert – auch in alltäglichen Diskursräumen. Anhand korpus-linguistischer Studien werden im Rahmen dieses Vortrags Beispiele für gängige Stereotype, Argumentationsmuster und einer „Israelisierung“ der antisemitischen Semantik dargestellt. Rocío Rocha ist Mitarbeiterin im DFG-Forschungsprojekt „Antisemitismus im Internet“ unter der Leitung von Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel, TU Berlin.

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Gegenläufige Perspektiven auf Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus im post-nationalsozialistischen und postkolonialen Forschungskontext (Julia Edthofer)

18. Juni 2018, 19:00
ZHG 103, Platz der Göttinger Sieben 5
Göttingen, 37073 Deutschland
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Im Vortrag geht es um aktuelle Reibeflächen von Antisemitismus- und Rassismuskritik. Dabei diskutiert Edthofer zwei analytische "Dead Ends": erstens die Fehlannahme, dass "Islamophobie" Antisemitismus als hegemoniales innereuropäische Othering abgelöst hätte; und zweitens den falschen Befund, dass antimuslimischer Rassismus kein Problem sei. Stattdessen schlage sie vor, die Differenzen im Blick zu behalten und sich gleichzeitig mehr mit aktuellen diskursiven Überschneidungen von strukturellem Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus zu beschäftigen. Julia Edthofer ist Soziologin in Wien, Teil der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der…

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Zum Wechselverhältnis antisemitischer und antiamerikanischer Weltbilder (Heiko Beyer)

14. Juni 2018, 19:00
ZHG 004, Platz der Göttinger Sieben 5
Göttingen, 37073 Deutschland
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Vortrag und Diskussion mit Heiko Beyer Antisemitische Verschwörungstheorien knüpfen heute in den meisten Fällen an die Figur amerikanischer Weltherrschaft an. Demzufolge würden „die Juden" ihre vorgebliche Macht in Washington, Hollywood und an der Wall Street ausnutzen, um die globalen politischen, kulturellen und ökonomischen Entwicklungen zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Der Vortrag zeichnet zunächst die historische Genese dieser Verquickung antisemitischer und antiamerikanischer Vorstellungswelten nach. Darauf aufbauend wird ein theoretischer Zugang entwickelt, der die Wahlverwandtschaft beider Ressentiments erklären soll. Schließlich, zur Illustration…

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Antisemitische Ressentiments in der deutschen Beschneidungskontroverse (Dana Ionescu)

6. Juni 2018, 19:00
ZHG 002, Platz der Göttinger Sieben 5
Göttingen, 37073 Deutschland
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Von der Antisemitismusforschung bisher kaum beachtet, nimmt der Vortrag die Kontroverse um kulturell-religiöse Vorhautbeschneidungen von männlichen Säuglingen und Jungen in den Blick, die im Jahr 2012 mit großer Vehemenz ausgetragen wurde. Im Fokus stehen die Argumentationen von BeschneidungsgegnerInnen, die in Tageszeitungen, auf Internetblogs und in Online-Kommentaren zum Ausdruck gebracht wurden. Nicht zuletzt aufgrund des hohen Bildungsgrades vieler DebattenteilnehmerInnen treten die antisemitischen Fragmente und ein antisemitisches Denken und Fühlen nicht offen zutage. Äußerungen, die einen antisemitischen „Unterton" haben sind oft eng…

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April 2018

Die “Alternative für Deutschland” und der Antisemitismus (Marc Grimm)

26. April 2018, 18:00
ZHG 004, Platz der Göttinger Sieben 5
Göttingen, 37073 Deutschland
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An den Mobilisierungskampagnen und Wahlkämpfen rechtsradikaler Parteien in Europa ließ sich in den letzten Jahren beobachten, dass der Antisemitismus hinter den Themen Islam, Einwanderung und nationale Identität zurückgetreten ist. Im gleichen Zeitraum wuchs die Zahl rechtsradikaler Parteien und Gruppierungen, die ihre Solidarität mit Israel bekunden und sich jüdischen Organisationen als Bündnispartner im Kampf gegen den Islam empfehlen. Diese Phänomene, werden unter dem Schlagwort einer „Rechten ohne Antisemitismus“ diskutiert. Der Vortrag verhandelt das Verhältnis der AfD zum Antisemitismus, zu jüdischen Gemeinden…

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