Sozialwissenschaften und Nationalsozialismus. Kontinuitäten – Zäsuren – Konflikte

In Kooperation mit der Basisgruppe Sozialwissenschaften

Folgende Veranstaltungen finden im Rahmen der Reihe statt:

  • Ethnologie im Nationalsozialismus (Florian Eisheuer)

    7. Juni 2016, 18:00 at ZHG 103

    Bereits 1946, gerade mal ein Jahr nach dem militärischen Sieg der Alliierten über das nationalsozialistische Deutschland, wollte man in der Ethnologie schon nichts mehr von den Verstrickungen des Faches in die Politik des Nationalsozialismus wissen. Bei der ersten Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde (DGV) im postnazistischen Deutschland stellten die versammelten EthnologInnen sich selbst einen...

  • Zur Handlungslogik der „Stunde Null“ (Prof. Dr. Uta Gerhardt)

    13. Dezember 2016, 18:00 at Theo 01

    Der Vortrag behandelt die soziologische und die gesellschaftliche Problemstellung der Transformation nach der NS-Diktatur. Wie konnte aus dem nationalsozialistischen Deutschland eine demokratische Gesellschaft werden? Die Transformation war Gegenstand der Monographie „Soziologie der Stunde Null“, auf der dieser Vortrag aufbaut. Gerhardt befasst sich (begrifflich aus der Perspektive Max Webers und Talcott Parsons‘) mit der Handlungslogik der...

  • Brauchen wir eine Neuauflage von Franz Neumanns „Behemoth“? – Kritische Theorie und Nationalsozialismusforschung (Prof. Dr. Alfons Söllner)

    10. Januar 2017, 18:00 at ZHG 009

    Franz Neumanns „Behemoth“ aus dem Jahr 1942 war die erste Gesamtsdarstellung des Nationalsozialismus, die Kultur, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen umfasste. Sie basierte auf empirischem Material und verdichtete dieses nicht nur zu wuchtigen politischen Thesen, sondern stellte auch weitreichende theoretische Überlegungen an. Dazu gehört z.B. These vom deutschen Staat als „none-state“, der alle traditionellen Rechtsschranken...

  • Ganz normale Massenmörder? Zur Sozialpsychologie der NS-TäterInnenschaft (Rolf Pohl)

    17. Januar 2017, 18:00 at ZHG 006

    Sozialwissenschaften und Nationalsozialismus: Prof. Dr. Rolf Pohl über  | Dienstag 17.01.2017 | 18 Uhr c.t. | ZHG 006 Ausgehend von der Frage, ob „etwa schlechthin alles, auch der Tod, auch der Terror, auch das Grauen, auch der Genozid dadurch `normalisiert` erscheinen , dass es (…) `normal` funktioniert“ (Jürgen Link), soll der u.a. von Hannah Arendt...

  • Antisemitismuskritik heute und der Umgang mit dem Nationalsozialismus in der Bildungsarbeit (Prof. Dr. Astrid Messerschmidt)

    24. Januar 2017, 18:00 at ZHG 006

    Vorwiegend wird Antisemitismus in der deutschen Öffentlichkeit als Problem der Vergangenheit betrachtet und mit der systematischen Judenverfolgung gleichgesetzt. Die ideologische Grundstruktur antisemitischer Denkweisen ist dagegen in der Breite der institutionalisierten Bildung kaum vermittelt worden, weshalb auch bei Lehrkräften auffällig wenige Kenntnisse darüber vorhanden sind, was die Verunsicherung gegenüber der Thematik verstärkt. Neuere Ansätze antisemitismuskritischer Bildung...