Matthias Küntzel: Islamischer Antisemitismus: Kennzeichen, Ursprünge und Folgen

Der Antisemitismus und die Leugnung des Holocaust sind in den islamischen Gesellschaften des Mittleren und Nahen Ostens erheblich weiter verbreitet, als in anderen Teilen der Welt. Warum ist das so? Oft wird diese Frage mit einem Hinweis auf Israel, dessen Politik diesen Judenhass angeblich schüre, beantwortet. Doch diese Antwort greift zu kurz. Sie ignoriert, dass…

Weiterlesen

Workshop mit Johannes Richter und Alan Marx: Kritische Theorie und Zionismus

Der Zionismus wird, vor allem im gängigen linken Diskurs, nicht als Bewegung zur Emanzipation der Jüdinnen und Juden im Rahmen der Möglichkeiten einer in Staaten organisierten und nach Maßgabe der Kapitalverwertung funktionierenden Welt, der Staat Israel somit also nicht als die aufgrund des globalen Antisemitismus, der von jener falschen Einrichtung stets hervorgebracht wird, erforderliche und…

Weiterlesen

Thorsten Fuchshuber & Gerhard Scheit: Die Rackets und die Souveränität

Der Bezug auf die Racket-Theorie von Max Horkheimer erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Doch so polemisch-schillernd die Rede vom Racket einen Sachverhalt scheinbar zu erhellen vermag, so unbestimmt bleibt der Begriff nicht selten innerhalb des Kontextes, indem er platziert ist: die Mafia, die Gewerkschaft, der „Islamische Staat“, das „System Putin“, selbst ein einzelnes Individuum kann demzufolge…

Weiterlesen

Alexander Friedmann: 1968 in Osteuropa

Das Jahr 1968 markierte eine Zäsur in der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Der “Prager Frühling” gilt als das Sinnbild der 1968-er Bewegung in Osteuropa. Der “Sozialismus mit menschlichem Antlitz” in der Tschechoslowakei, die studentischen März-Unruhen von 1968 in Polen und die antisemitische Kampagne, mit der die kommunistischen Machthaber auf die Proteste antworteten, sowie die…

Weiterlesen

Lesung mit Ulrike Heider: “Keine Ruhe nach dem Sturm”

Lebendig und mitreißend erzählt Ulrike Heider 50 Jahre ihrer persönlichen Geschichte als spannungsreiche Zeitgeschichte. Wir erleben hautnah, wie befreiend der politische und kulturelle Aufbruch der späten 1960er und frühen 1970er Jahre für sie als junge Frau war. Heider beschreibt Höhepunkte, Kriminalisierung und Zerfallserscheinungen der antiautoritären Protestbewegung, zeichnet Milieubilder von Anarchisten, Spontis und K-Grupplern. Ob es…

Weiterlesen

Jens Benicke: Von Adorno zu Mao. Über die schlechte Aufhebung der antiautoritären Bewegung

Nachdem 1956 sowjetische Panzer den Aufstand gegen das staatskapitalistische Regime in Ungarn niedergeschlagen haben, entsteht aus dem Protest dagegen im Westen eine „Neue Linke“, die sich explizit gegen die „Alte Linke“, vertreten durch Stalinismus und Sozialdemokratie, wendet. Diese sich zuerst in den USA, in Frankreich und in Großbritannien entwickelnde Strömung entdeckt dabei auch die dissidenten…

Weiterlesen

Lars Breuer: Kommunikative Erinnerung in Deutschland und Polen

Spätestens seit der Kontroverse um das Anfang 2018 verabschiedete sogenannte „Holocaust-Gesetz“ herrscht in Deutschland vielfach der Eindruck vor, die kollektive Erinnerung in Polen sei durchgehend von Schuldabwehr und Antisemitismus bestimmt. Der Vortrag versucht zum einen, die Grundlinien der kollektiven Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in Polen nach 1989, die jüngeren geschichtspolitischen Kontroversen sowie die Auseinandersetzungen…

Weiterlesen